Säureangriff auf Polizisten Prozessauftakt gegen mutmaßliche "Reichsbürgerinnen" geplatzt

Sie sollen einen Polizisten mit Säure attackiert haben - doch zum Prozess im niedersächsischen Herzberg erschienen die beiden tatverdächtigen "Reichsbürgerinnen" nicht. Jetzt soll die Polizei sie vorführen.

Zeitschrift "Deutsche Polizei" über den Umgang mit den sogenannten Reichsbürgern
DPA

Zeitschrift "Deutsche Polizei" über den Umgang mit den sogenannten Reichsbürgern


Der Prozessauftakt gegen zwei mutmaßliche "Reichsbürgerinnen" vor dem Amtsgericht im niedersächsischen Herzberg ist geplatzt. Die beiden Frauen, eine 68-Jährige und ihre 29 Jahre alte Tochter, fehlten zum geplanten Auftakt. Zu einem neuen Termin sollen sie nun polizeilich vorgeführt werden.

Den beiden Frauen wird vorgeworfen, im Juni 2015 einen Polizisten mit säurehaltigem Sanitärreiniger angegriffen zu haben. Der Beamte erlitt erhebliche Augenverletzungen. Die Angeklagten müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht verantworten.

Die Polizei war von einem Bezirksschornsteinfeger in das Dorf Barbis am Oberharzrand gerufen worden, weil die Frauen sich wiederholt geweigert hatten, ihre Heizung inspizieren zu lassen. Die 68-Jährige liegt seit Jahren mit den Behörden im Streit. Sie erkennt wie andere "Reichsbürger" deren Legitimation nicht an.

ala/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.