Tote und Verletzte Mann eröffnet Feuer in US-Krankenhaus

Ein Unbekannter hat in einem Krankenhaus in der Stadt Reno mindestens einen Menschen erschossen und zwei weitere verletzt. Danach nahm sich der Mann das Leben. Die Hintergründe der Tat sind nach Polizeiangaben noch unklar.


Reno - In einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Nevada hat ein Mann das Feuer eröffnet und dabei mindestens einen Menschen getötet. Zwei weitere wurden verletzt. Anschließend richtete der Schütze nach Polizeiangaben die Waffe gegen sich selbst. Über mögliche Motive des Mannes, der laut Zeugen mit einem Gewehr in einem Wartezimmer aufgetaucht war, ist bislang nichts bekannt.

Der Vorfall ereignete sich im Renown Regional Medical Center in Reno, etwa 300 Kilometer nordöstlich von San Francisco. In dem Gebäude seien zwei Tote gefunden worden, sagte Vize-Polizeichef Tom Robinson. Einer von ihnen sei der Schütze, der sich seine tödliche Verletzung offensichtlich selbst zugefügt habe. Derzeit durchsuche die Polizei das ganze Gebäude. Alle Zugänge des Krankenhauses seien geschlossen worden, die Klinik sei inzwischen gesichert, sagte Robinson.

Der Bewaffnete sei gegen 14 Uhr (Ortszeit) in einen Warteraum im dritten Stock gekommen, sagte eine Zeugin der Zeitung "Reno Gazette Journal". "Er sagte so etwas wie 'Alle raus hier'." Dann sei der Mann in den Bereich gegangen, wo die Ärzte und Krankenschwestern gewesen seien.

Ärztin unter den Verletzten

Fotostrecke

3  Bilder
Schüsse in US-Klinik: Mit Waffe im Wartezimmer aufgetaucht
Mitarbeiter der Klinik hätten gerufen: "Er hat eine Waffe, er hat eine Waffe. Alle raus hier!", berichtete die Zeugin weiter. Darauf seien alle Menschen zu den Ausgängen und in die Aufzüge gerannt.

Die beiden Verletzten mussten nach Behördenangaben bereits operiert werden. Bei einem von ihnen handelt es sich demnach um eine Ärztin. Robinson zufolge hatte der Täter seine Opfer nicht völlig zufällig ausgewählt.

Was der Täter für eine Waffe benutzte, ist Robinson zufolge noch unbekannt. Er wisse auch nicht, ob es womöglich mehrere Waffen gegeben habe, sagte er. An der Identifizierung des Täters werde ebenfalls noch gearbeitet.

rls/AFP/dpa/AP



© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.