Leiche vergraben Mann kassierte Rente seiner toten Mutter

18 Monate lang hat den Tod einer Frau in Wolfsburg niemand bemerkt - ihr Sohn wollte es so: Der 67-Jährige vergrub die Leiche seiner Mutter nach eigenen Angaben im Wald, um an ihre Rente zu kommen. 20.000 Euro erschlich er sich so.


Hamburg/Braunschweig - Sie lebten zusammen in einer Wohnung, er pflegte sie, als sie bettlägerig wurde - und als die Mutter starb, begrub sie der Sohn in einem Waldstück. Das hat der 67-Jährige jetzt gestanden. Demnach hatte er den Tod seiner Mutter verschleiert, um weiter die Rente und das Pflegegeld zu kassieren, das an seine angeblich noch lebende Mutter gezahlt wurde.

Ihr Tod im November 2011 blieb 18 Monate lang unbemerkt. Erst als die Pflegekasse keinen Kontakt zu der Frau herstellen konnte, flog der Betrug laut Anklagebehörde auf.

Bei der Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung habe ein Leichenspürhund angeschlagen, daraufhin legte der Mann das Geständnis ab. Ermittler fanden die Leiche in einem nahe gelegenen Waldstück. Die Obduktion der exhumierten Leiche ergab keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen.

Insgesamt erschlich sich der Mann mehr als 20.000 Euro. Als Motiv für die Tat gab er Geldnot an. Die Staatsanwaltschaft in Braunschweig hat nun Anklage wegen Betrugs gegen ihn erhoben, wie eine Sprecherin mitteilte.

brk/dpa



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