Rheinland-Pfalz Mitarbeiter des Kampfmittelräumdiensts sollen illegal Waffen besessen haben

Schusswaffen, Patronen, alte Zünder: In Rheinland-Pfalz sollen Mitarbeiter des Kampfmittelräumdiensts gegen das Waffengesetz verstoßen haben. Eine anonyme Anzeige brachte die Ermittlungen ins Rollen.
Kampfmittel (Symbolbild)

Kampfmittel (Symbolbild)

Foto: McPHOTO / imago images

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen mehrere Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdiensts, die illegal Schusswaffen und Munition besessen haben sollen. Den drei ehemaligen und fünf aktiven Mitarbeitern im Alter von 32 bis 74 Jahren werden Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte .

Den Anstoß zu den Ermittlungen habe eine anonyme Strafanzeige gegen drei ehemalige und einen aktiven Mitarbeiter gegeben. Darin hieß es, die Männer hätten "ohne die erforderlichen waffenrechtlichen Befugnisse Schusswaffen, Munition und Munitionsteile besessen und geführt".

Am 8. September wurden die Privatwohnungen von drei Beschuldigten und die Büros des Kampfmittelräumdiensts in Koblenz durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Beamten elf Schusswaffen, Kartuschen, Patronen und alte Zünder. Keiner der Beschuldigten habe sich bislang zu den Vorwürfen geäußert.

Zudem durchsuchten die Ermittler beim Kampfmittelräumdienst die Spinde von vier weiteren aktiven Mitarbeitern und beschlagnahmten Munition und eine verrostete Schusswaffe. Gegen diese Personen ermittelt die Staatsanwaltschaft seit dieser Woche ebenfalls wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

bbr/AFP
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