Rheinland-Pfalz Zoll entdeckt Waffenarsenal bei Durchsuchungen

Sprengstoff, Schnellfeuerwaffen und Tausende Schuss Munition: Zollfahnder haben bei Durchsuchungen nahe Kaiserslautern ein Waffenlager ausgehoben. Vier Männer stehen unter Verdacht.

Dieses Waffenarsenal entdeckten Zollfahnder in Rheinland-Pfalz
Zollfahndungsamt Frankfurt/Main

Dieses Waffenarsenal entdeckten Zollfahnder in Rheinland-Pfalz


Zollfahnder haben bei mehreren Durchsuchungen im Raum Kaiserslautern ein Waffenarsenal entdeckt. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten 19 Schusswaffen, zahlreiche Waffenteile, Sprengstoff, illegale Pyrotechnik und 27.000 Schuss Munition, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main mitteilte.

Demnach befanden sich unter den Schusswaffen auch zehn Kriegswaffen. Gegen vier Männer wird nun ermittelt, sie sollen zwischen 27 und 48 Jahre alt sein.

Anlass für die Durchsuchungen war ein Laserzielpunktprojektor, den der Zoll am Frankfurter Flughafen in einem Paket gefunden hatte. Die Beamten durchsuchten daraufhin die Wohnung des mutmaßlichen Empfängers - und wurden fündig. Der 27-jährige Sportschütze hortete mehrere Gewehre, illegale Pyrotechnik und Munition.

Beschlagnahmte Waffen
Zollfahndungsamt Frankfurt/Main

Beschlagnahmte Waffen

Aus der ersten Durchsuchung ergaben sich offenbar weitere Hinweise. Bei einem 48-Jährigen fanden die Beamten drei versteckte Munitionskisten mit Sprengstoff, sie mussten zum Teil gesprengt werden.

Durch den Mann stießen die Fahnder dann auf ein weiteres Waffenarsenal in einem unbewohnten Haus im Landkreis Kusel. Dort lagerten sieben Sturmgewehre und etwa 23.000 Schuss Munition. In der Wohnung des Mannes und in einer angemieteten Garage wurden illegale Waffenteile und weitere 2800 Schuss Munition gefunden.

Auch kleinere Waffen und Zubehör wurde sichergestellt
Zollfahndungsamt Frankfurt/Main

Auch kleinere Waffen und Zubehör wurde sichergestellt

Die Kreisverwaltung Kaiserslautern will nun die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Sportschützen wegen mangelnder Zuverlässigkeit einziehen und ihm ein Waffenbesitzverbot erteilen. Er würde dadurch auch Waffen und Munition verlieren, die sich legal in seinem Besitz befanden.

Die vier Männer wurden vorläufig festgenommen, inzwischen jedoch wieder freigelassen. Sie erwarten Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz. Dem Beschuldigten mit dem Waffenarsenal droht wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Waffenhandels eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Im Video: Ein Leben mit Gewehren und Pistolen - Meine Waffe und ich

dbate.de

fek/AFP

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