Nach der Terrorwarnung "Rock am Ring" geht weiter

Es gab zwar drei vorläufige Festnahmen, doch der Terrorverdacht hat sich nicht erhärtet: Das am Freitag unterbrochene Musikfestival "Rock am Ring" wird fortgesetzt.

WITTEK/ EPA/ REX/ Shutterstock

Das Musikfestival "Rock am Ring" kann nach der Unterbrechung wegen einer Terrorwarnung weitergehen. "Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet", teilten die Veranstalter auf ihrer Internetseite mit. Auch die Polizei bestätigte, dass die Durchsuchungen beendet seien.

Zehntausende Besucher mussten das Gelände am Nürburgring in der Eifel am Freitagabend verlassen. Die Polizei, die mit rund 1200 Beamten vor Ort ist, durchsuchte es anschließend.

Auf einer Pressekonferenz am Samstag teilte die Polizei mit, dass es den Verdacht gab, dass Personen, die mit islamistischem Terror in Verbindung stehen, Zugang zum Gelände hatten - auch zu "sicherheitsrelevanten Bereichen".

Im Laufe der Ermittlungen wurden drei Menschen vorläufig festgenommen. Sie werden laut Polizei der hessischen Salafistenszene zugerechnet. Inzwischen seien sie wieder entlassen worden, weil sich die Verdachtslage relativiert habe. Die Ermittlungen dauerten aber an.

Rund 87.000 Besucher sind dieses Jahr bei "Rock am Ring". Bei dem Festival sollen unter anderem Die Toten Hosen, Rammstein, Kraftklub und Beginner auftreten. Aufgrund des Anschlags in Manchester war die Polizeipräsenz bei "Rock am Ring" in diesem Jahr aufgestockt worden.

wbr/dpa



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