Rosenheim Polizei entdeckt elf Migranten in Güterzug

Die aufgeschnittene Plane ließ die Besatzung eines Polizeihubschraubers stutzig werden: In Bayern entdeckten Beamte in einem Güterzug elf Geflüchtete, darunter ein Baby.

Die Bundespolizei hat in einem Güterzug in Oberbayern elf Migranten entdeckt. Die Geflüchteten seien türkische und palästinensische Staatsangehörige. Unter ihnen seien auch drei Minderjährige und ein Baby gewesen, teilte die Bundespolizei Rosenheim mit .

Die Menschen hatten sich demnach in einem auf der Schiene transportierten Auflieger eines Lastwagens versteckt. Der Güterzug sollte von Italien über München nach Norddeutschland fahren.

Die Beamten hätten den Zug am Sonntag am Bahnhof in Raubling im Landkreis Rosenheim gestoppt. Die Besatzung eines Hubschraubers hatte zuvor bei einem Überwachungsflug einen Schlitz in der Plane bemerkt. Die aufgeschnittene Plane habe vermuten lassen, dass sich jemand illegal Zugang zu dem Auflieger verschafft habe, erklärte Polizeisprecher Rainer Scharf.

Papiere hätten die Beamten bei den elf Menschen nicht gefunden. Sie wurden in eine Aufnahmestelle für Geflüchtete gebracht. Bereits in den vergangenen Wochen waren wiederholt Migrantinnen und Migranten in Bayern angekommen, die sich in Güterzügen versteckt hatten.

him/dpa
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