Rostock Polizist gesteht Mädchenmord und richtet sich selbst

Das Geständnis kam post mortem: In seinem Abschiedsbrief hat ein Polizist zugegeben, ein 15-jähriges Mädchen erdrosselt zu haben. Weil er mit seiner Schuld nicht leben konnte, hatte sich der Beamte neun Jahre nach der Tat in seiner Rostocker Wohnung erschossen.

Rostock - Bevor er sich am 21. Juli umbrachte, habe der Beamte den Mord an Antje Struck schriftlich eingeräumt, teilte die Rostocker Staatsanwaltschaft heute mit. Als Grund für seinen Selbstmord habe er angegeben, wegen der Tat mit den Nerven am Ende zu sein. Antje war am 6. Juli 1996 erdrosselt und erschlagen nahe einer Fußgängerbrücke gefunden worden.

Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass das Schreiben nicht von dem 51-jährigen Polizisten verfasst wurde. Ein entsprechendes Gutachten stehe allerdings noch aus. Bisherige Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass der Mann als Täter in Frage komme. So wurden in seiner Wohnung Besteckteile gefunden, die aus derselben Serie stammen wie eine Gabel, mit welcher der Mörder auf Antje eingestochen hatte. Eine an der Leiche gesicherte DNA-Spur konnte zuvor nicht eindeutig zugeordnet werden, passe jedoch auf den Polizisten. Die weitere Spurenauswertung werde vermutlich noch mehrere Wochen dauern, hieß es.

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