Rumänien Sträfling scheitert mit Klage gegen Gott

Mit einem kuriosen Vorhaben ist ein Häftling vor ein rumänisches Gericht getreten: mit einer Klage gegen Gott. Der Vorwurf: Betrug, Vertrauensbruch, Korruption. Gott habe ihn nicht, wie versprochen, vor dem Bösen bewahrt, klagte der Mann.

Bukarest - Die Staatsanwaltschaft in der westrumänischen Stadt Timisoara begründete ihre Entscheidung damit, dass Gott "keine juristische Person" sei und "keine Adresse" habe, wie die Zeitung "Evenimentul Zilei" heute berichtet. Der 40-jährige Mircea P., der wegen Mordes eine 20-jährige Haftstrafe absitzt, hatte gegen "den Genannten Gott, wohnhaft im Himmel und in Rumänien vertreten durch die orthodoxe Kirche", geklagt.

"Während meiner Taufe bin ich einen Vertrag mit dem Beschuldigten eingegangen, der mich vor dem Bösen bewahren sollte", erklärte P. in seiner Klageschrift. Doch bislang habe Gott den Vertrag nicht eingehalten, obwohl er im Gegenzug von ihm "verschiedene Güter und zahlreiche Gebete" bekommen habe.

ffr/AFP

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