Russland Flugzeugunglück mit 50 Toten in Kasan - Pilot ohne gültige Papiere

Im November 2013 starben 50 Menschen bei einem Flugzeugabsturz im russischen Kasan. In einem nun veröffentlichten Untersuchungsbericht führen Ermittler nun Fehler des Piloten auf.

Flughafen in Kasan: Trümmer der verunglückten Boeing 737-500 (Archiv)
Maxim Shemetov/ File Photo/ REUTERS

Flughafen in Kasan: Trümmer der verunglückten Boeing 737-500 (Archiv)


Ein Pilot riss bei einem Flugzeugabsturz in Russland vor sechs Jahren sich und 49 weitere Menschen in den Tod. Der Mann hatte nach Erkenntnissen der Ermittler keine gültigen Papiere. Er habe falsche Angaben gemacht, um eine Flugerlaubnis zu bekommen, teilte das Ermittlungskomitee in Moskau nun mit.

Die Behörden hatten es demnach 2009 versäumt, die Angaben des Pilotenausweises zu überprüfen. So sei es möglich gewesen, dass der Mann "ohne Grundkenntnisse und Erfahrungen" ein Flugzeug gesteuert habe.

Airline die Betriebserlaubnis entzogen

Die Ermittler machten Pilotenfehler für das Unglück verantwortlich. Es seien zudem die für Notfälle vorgesehenen Vorschriften nicht beachtet worden, hieß es in dem Bericht.

Die Boeing 737-500 war im November 2013 beim Anflug auf den Flughafen der russischen Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen. Die Maschine mit 44 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern ging in Flammen auf. Es gab keine Überlebenden.

Das Flugzeug der Gesellschaft Tatarstan Airlines war auf dem Weg von Moskau nach Kasan an der Wolga. Die Stadt liegt mehr als 700 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt. Dem Unternehmen wurde nach dem Vorfall die Betriebserlaubnis entzogen.

wit/dpa/Reuters



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