Gepanschtes Kontrastmittel Sieben Röntgen-Patienten in Russland gestorben

Statt des zugelassenen Kontrastmittels wurde ihnen eine Industriechemikalie verabreicht: In Russland sind sieben Menschen nach der Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus gestorben. Zwei Personen wurden festgenommen.
Krankenwagen in Russland (Symbolbild)

Krankenwagen in Russland (Symbolbild)

Foto: ANATOLY MALTSEV / EPA

Nach dem Tod von mindestens sieben Patienten nach der Einnahme eines gepanschten Röntgen-Kontrastmittels haben die russischen Behörden zwei Ärzte festgenommen. Wie das russische Ermittlungskomitee mitteilte, waren die sieben Opfer zwischen Dezember und Januar nach der Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus in St. Petersburg gestorben.

Demnach wurde ihnen beim Röntgen ihrer Speiseröhre, des Magens und des Dünndarms statt des zugelassenen Kontrastmittels eine Industriechemikalie verabreicht, »die nicht auf der offiziellen Arzneimittelliste stand und die Sicherheitsstandards nicht erfüllte«. Laut den in den Medien veröffentlichten Zeugenaussagen begannen sich die Opfer schon wenige Stunden nach der Prozedur schlecht zu fühlen.

Nach Angaben der Ermittler wurden die Leiterin der Röntgenabteilung und der Chefarzt der Klinik festgenommen. Gegen ihn werde wegen »fahrlässiger Tötung« ermittelt. Kontrollen wurden demnach auch in dem Unternehmen eingeleitet, das die tödliche Chemikalie geliefert hatte.

wal/AFP
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