Russland Viele Verletzte nach Sprengstoffexplosion auf Werksgelände

Riesige Rauchwolke über Dserschinsk: In einer Fabrik in der russischen Stadt hat es eine Explosion gegeben. Mindestens 79 Menschen wurden verletzt.

Rauchwolke über der russischen Stadt Dserschinsk
Yelena Sorokina/ Tass/ DPA

Rauchwolke über der russischen Stadt Dserschinsk


Erneuter schwerer Zwischenfall in einer russischen Fabrik: In Dserschinsk haben sich zwei Sprengstoffexplosionen auf einem Werksgelände ereignet. 79 Werksmitarbeiter und Bewohner benachbarter Häuser hätten medizinische Hilfe gebraucht, teilte das russische Gesundheitsministerium mit. Der russischen Agentur Interfax zufolge, auf die sich die deutsche Nachrichtenagentur dpa bezieht, hätte das Gesundheitsministerium zuletzt sogar von 85 Verletzten berichtet. Mindestens 15 Menschen mussten stationär behandelt werden. Darunter seien vier Schwerverletzte. Die Behörden riefen den Notstand aus. Die Zahl der Verletzten wurde mehrfach erhöht.

Die Explosionen ereigneten sich demnach am Samstag bei einem Sprengstoffhersteller, in anderen Meldungen war die Rede von einem Munitionsbetrieb. Medienberichten zufolge werden dort Sprengsätze für militärische und zivile Zwecke hergestellt. Die Hintergründe der Explosionen sind bislang unklar.

In russischen Medien wurden Bilder einer riesigen Rauchwolke sowie Feuer gezeigt. Große Teile des Werks seien komplett zerstört worden, hieß es. Auf Videos mit Tonspur war die schwere Erschütterung zu sehen. Anwohner der Stadt wurden aufgerufen, ihre Fenster geschlossen zu halten. Das Feuer war Stunden später noch nicht gelöscht. Auch wurden weitere Explosionen nicht ausgeschlossen.

Gebietsgouverneur Gleb Nikitin habe einen Sonderstab eingerichtet, meldete Interfax. Er sei auf dem Weg an die Unglücksstelle. Dserschinsk liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

Im August waren bei einer Explosion in einer Rüstungsfabrik in Dserschinsk mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt.

vks/dpa/AFP

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