Erfolg vor Gericht Ryan O'Neal gewinnt Prozess um Warhol-Porträt von Farrah Fawcett

Ryan O'Neal darf ein Warhol-Porträt seiner langjährigen Freundin Farrah Fawcett behalten. Ein Geschworenengericht in Los Angeles hat dem Schauspieler das Bild zugesprochen - und damit Ansprüche der Universität von Texas abgewiesen.
Schauspieler Ryan O'Neal: Erfolg in Prozess um Warhol-Porträt

Schauspieler Ryan O'Neal: Erfolg in Prozess um Warhol-Porträt

Foto: MARIO ANZUONI/ REUTERS

Los Angeles - Ryan O'Neal wurde des Diebstahls beschuldigt. Doch im Prozess um ein von Andy Warhol gemaltes Porträt seiner langjährigen Freundin Farrah Fawcett hat der US-Schauspieler einen juristischen Erfolg erzielt. Eine Jury aus zwölf Geschworenen sprach ihm das Gemälde zu, das die Universität von Texas für sich beansprucht hatte.

Die Hochschule, an der Fawcett als junge Frau studierte, hatte O'Neal beschuldigt, das Bild kurz nach dem Tod der Schauspielerin im Juni 2009 entwendet zu haben. Nach Ansicht der Universität gehört das Gemälde ihr - wie alle Kunstwerke, die Fawcett ihrer früheren Uni vermacht habe.

Warhol hatte 1980 zwei fast identische Porträts des Stars aus "Drei Engel für Charlie" gefertigt. Sie bestehen nur aus wenigen Farben und erinnern an ein Schwarzweißbild, die Augen der Schauspielerin sind aber leuchtend blau und die Lippen knallrot.

Laut O'Neals Anwälten schenkte Warhol eines der Bilder Fawcett, das andere ihrem damaligen Freund. O'Neal gab an, sein Bild sei immer wieder zwischen den Häusern der beiden hin- und hergewandert, auch wegen ihrer vorübergehenden Trennung. Irgendwann habe er das Porträt dann ganz bei Fawcett gelassen. Der 72-Jährige argumentierte, das zweite Bild sei sein Eigentum gewesen und dies sei noch immer so. Die Geschworenen folgten seiner Sichtweise.

wit/AFP/dpa