Saarbrücken Student aus Gabun angegriffen - 24-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Ein junger Mann soll auf einen Studenten aus Afrika eingeschlagen haben, später bedrohte er ihn mutmaßlich mit einem Messer. Laut Staatsanwaltschaft soll geklärt werden, ob der Vorfall einen rassistischen Hintergrund hat.

Nach einem Angriff auf einen Studenten aus dem zentralafrikanischen Land Gabun in Saarbrücken hat die Generalstaatsanwaltschaft einen 24-Jährigen wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll sein Opfer am 6. Juni an einer Bushaltestelle im Stadtteil Burbach zunächst "ohne Anlass unvermittelt zu Boden geschlagen" haben, teilte die Behörde mit. Dann habe er versucht, mit einem Messer in Tötungsabsicht auf den Mann aus Gabun einzustechen. Dem Studenten sei es gelungen, den Messerstichen auszuweichen.

Verdächtiger stand womöglich unter Drogen

Während der Tat soll der 24 Jahre alte Tatverdächtige ausdrücklich auf die Hautfarbe des Opfers Bezug genommen haben: Daher müsse auch geklärt werden, ob der Tatverdächtige möglicherweise rassistische Motive gehabt habe, hieß es. Es könne auch sein, dass der Mann unter Drogen gestanden habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Beschuldigte, der seit der Tat in Untersuchungshaft sitzt, habe das Zusammentreffen mit dem Gabuner eingeräumt, aber bestritten, ihn angegriffen zu haben. Er solle nun vor allem über Zeugenaussagen und mittels eines rechtsmedizinischen Gutachtens überführt werden. Zu den Verletzungen des Gabuners lagen keine Angaben vor.

fek/dpa
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