Mit Baby auf Coronademo in Sachsen Ermittler werfen 34-Jährigem Kinderwagen-Attacke auf Polizistin vor

In Pirna soll ein Mann seinen zehn Monate alten Sohn zu Coronademos mitgenommen haben – offenbar, um Polizeiketten passieren zu können. Die Staatsanwaltschaft legt ihm einen tätlichen Angriff zur Last.
Polizisten in Pirna (Archivbild)

Polizisten in Pirna (Archivbild)

Foto: Robert Michael/ dpa

Die Staatsanwaltschaft Dresden will gegen einen 34 Jahre alten Coronademonstranten im beschleunigten Verfahren verhandeln. Dem Mann werde ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung zur Last gelegt, teilte die Ermittlungsbehörde mit .

Ihm wird demnach vorgeworfen, am 3. Januar in Pirna bei einer nicht angemeldeten Demonstration gegen Coronamaßnahmen einer Polizistin einen Kinderwagen mindestens fünfmal in den Unterleib gerammt zu haben. Die Beamtin habe erhebliche Schmerzen erlitten, hieß es. Zuvor habe der Beschuldigte die Polizistin angeschrien, ihn mit seinem Kind im Kinderwagen durch eine Polizeikette zu lassen.

Bei einer weiteren illegalen Demonstration am 10. Januar soll der 34-Jährige zudem seinen zehn Monate alten Sohn auf dem Arm getragen haben, um auf diese Weise eine Polizeikette passieren zu können. Der Mann sei nicht vorbestraft und habe teilweise gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

wit/dpa
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