Flammen nahe der Bastei Großbrand in der Sächsischen Schweiz – Verdacht auf Brandstiftung

Etwa 2500 Quadratmeter Wald sind vernichtet, die Löscharbeiten dauern an: Ein Feuer nahe der berühmten Bastei in Ostsachsen hat erhebliche Schäden angerichtet. Nun ermittelt die Polizei.
Bastei bei Rathen in Sachsen (2020): War es Brandstiftung?

Bastei bei Rathen in Sachsen (2020): War es Brandstiftung?

Foto: Frank Exß/Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V./dpa-tmn

Nach einem verheerenden Brand in der Sächsischen Schweiz hat die Polizei Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. Dies habe man nach einer Untersuchung zur Brandursache entschieden, teilte die Behörde mit .

In der Nacht war ein Feuer nahe der weltberühmten Basteibrücke im Kurort Rathen ausgebrochen. Etwa 2500 Quadratmeter sollen betroffen sein, wie das zuständige Landratsamt in Pirna mitteilte. Zwei Einsatzkräfte wurden während der Löscharbeiten verletzt.

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Dem Landratsamt zufolge  sind 13 Ortsfeuerwehren aus dem Umland im Einsatz, insgesamt 115 Einsatzkräfte. Sie bekämpfen die Flammen demnach »am extrem steilen Geländebereich mit einem Höhenunterschied von circa 190 Metern sowohl von der Bastei aus als auch von der Elbseite«. Die Löscharbeiten könnten größtenteils nur mit Seilsicherung durchgeführt werden.

»Ich danke den Kameraden für ihren entschlossenen und konsequenten Einsatz«, sagte Landrat Michael Geisler, der sich am Morgen ein Bild von der Lage vor Ort machte. »Die Wehren haben vorbildlich zusammengearbeitet und damit eine Ausbreitung des Brandes unter diesen extremen Bedingungen wirkungsvoll eindämmen können.«

Warnstufe 5 vorausgesagt

Die Waldbrand-Gefahr soll in den nächsten Tagen in Sachsen noch weiter ansteigen. Im nördlichen Teil des Freistaates wird am Dienstag und Mittwoch die höchste Warnstufe 5 vorausgesagt.

Die Polizei war erst am Wochenende gegen Wildcamper vorgegangen, die verbotenerweise in dem Nationalpark Feuerstellen eingerichtet hatten. Gegen insgesamt neun Personen leiteten die Behörden Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Schlecht oder falsch gelöschte Feuerstellen gelten als häufige Ursache von Waldbränden, wie die Polizei mitteilte .

mxw
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