Zehn Jahre nach Ausbruch Häftling stellt sich in Österreich - keine Lust mehr auf die Kanaren

Er entkam aus einem österreichischen Gefängnis und floh nach Teneriffa. Mehr als zehn Jahre später hat sich der Häftling nun der Salzburger Polizei gestellt - Begründung: Teneriffa sei nicht mehr so schön.

Teneriffa
Desiree Martin/ AFP

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Teneriffa gilt für viele als Urlaubsparadies - dennoch hatte ein entflohener Häftling aus Österreich nun offenbar genug von seinem Exil in der Sonne: Mehr als zehn Jahre nach seiner Flucht aus einem österreichischen Gefängnis hat sich ein 64-Jähriger in Salzburg der Polizei gestellt.

Wie die Polizei mitteilte, habe der Mann den Beamten berichtet, dass er die letzten zehneinhalb Jahre auf der spanischen Insel Teneriffa verbracht habe und im Alter nun wieder nach Österreich zurückkehren wolle: Teneriffa sei nicht mehr so schön wie früher, er habe zudem lange genug dort gelebt.

Eine zusätzliche Haftstrafe muss er nicht befürchten

Der Mann hatte demnach am Samstagabend zwei Reisekoffer bei sich und gab an, kurz zuvor am Flughafen München gelandet zu sein. Nachdem seine Geschichte überprüft worden war, wurde der Mann in die Justizanstalt Salzburg gebracht.

Geflohen war er vor mehr als zehn Jahren aus der Justizanstalt Schwarzau am Steinfeld, südlich von Wien. Unklar ist, wieso der Mann im Gefängnis war und wie lange er dort noch hätte bleiben müssen.

Eine zusätzliche Haftstrafe durch seine Flucht hat er jedenfalls nicht zu befürchten: Wie ein Polizeisprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte, ist ein Gefängnisausbruch in Österreich straffrei.

skr/dpa/AP



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