Schlimmster Serienmörder der US-Geschichte Samuel Little ist tot

93 Morde in 19 US-Bundesstaaten hat Samuel Little gestanden, die Hälfte seiner Opfer konnte bis heute nicht identifiziert werden. Nun ist der Serienmörder im Alter von 80 Jahren in Kalifornien gestorben.
US-Serienmörder Samuel Little: Hier ist er auf einem Foto aus dem Jahr 2018 zu sehen

US-Serienmörder Samuel Little: Hier ist er auf einem Foto aus dem Jahr 2018 zu sehen

Foto: - / AFP

Der mit 93 gestandenen Morden vom FBI als schlimmster Serienmörder der USA bezeichnete Samuel Little ist tot. Er starb am Mittwochmorgen im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus, wie die kalifornische Gefängnisbehörde mitteilte. Little hatte zuletzt in einer Haftanstalt des Westküstenstaats drei lebenslange Freiheitsstrafen ohne Bewährung verbüßt. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt, das Obduktionsergebnis steht noch aus.

Der Mann war dem FBI zufolge 2012 zunächst wegen Drogendelikten in einem Obdachlosenheim im Bundesstaat Kentucky gefasst worden. Anhand von DNA-Spuren stellten Ermittler dann die Verbindung zu drei Mordfällen her: Die Frauen waren in den Jahren 1987 bis 1989 in der Gegend um Los Angeles erwürgt worden. 2014 wurde Little dafür zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt.

Im Jahr 2013 leitete die Polizei in Los Angeles Informationen an eine Abteilung der Bundespolizei FBI weiter, die auf die Aufklärung von Seriengewaltdelikten spezialisiert ist. Deren Untersuchung stellte ein Muster fest, das Little mit einer Reihe weiterer Morde in Verbindung brachte. Die Ermittler wiesen Littles Beteiligung an 50 Morden nach, hielten jedoch auch seine Angaben zu den 43 weiteren Fällen für glaubwürdig.

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Das FBI hat eine Website ins Netz gestellt

Mit »Geständnisse eines Killers« ist eine im Oktober 2019 veröffentlichte Internetseite des FBI überschrieben, die detailliert Auskunft über einige von Littles Vergehen zwischen 1970 und 2005 gibt.

Der Großteil seiner Opfer waren Frauen; einem Bericht der »Washington Post« zufolge soll der Mörder in 19 Bundesstaaten zugeschlagen haben. In Verhören des FBI schildert er Merkmale – wie groß seine Opfer waren, welche Kleidung sie trugen, wie sie zu Tode kamen. Zu jedem Fall, den die Ermittler mit ihm durchgingen, fertigte er eine Zeichnung an. Er nennt Namen, die Herkunft der Ermordeten. Das FBI versieht die Videos der Verhöre mit einem Warnhinweis: Die Beschreibung von Gewalt könne auf Betrachter verstörend wirken. Fast die Hälfte seiner Opfer konnte bis heute nicht identifiziert werden.

oka/AFP/dpa
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