US-Bundesstaat Texas Mehr als 40 tote Menschen in Lastwagen gefunden

Nahe der texanischen Großstadt San Antonio haben Ermittler Dutzende tote Personen in einem Lastwagen gefunden. Es handelt sich wohl um Migranten. 16 weitere Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht.
Polizeieinsatz nahe San Antonio

Polizeieinsatz nahe San Antonio

Foto: Kaylee Greenlee Beal / REUTERS

In einem Lastwagen am Rande der amerikanischen Großstadt San Antonio sind die Leichen von Dutzenden Menschen gefunden worden. Die Feuerwehr sprach von mindestens 46 Toten. Bei ihnen handle es sich wahrscheinlich um Migranten, die illegal in die USA eingereist seien. Das berichteten US-Medien und beriefen sich dabei auf Angaben der Ermittler.

16 weitere Menschen – zwölf Erwachsene und vier Kinder – seien noch lebend gefunden und in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden, hieß es weiter. Die Polizei suche nach dem Fahrer des Sattelzugs, der sein Fahrzeug in einer abgelegenen Gegend zurückgelassen hatte. Drei Menschen wurden der Polizei zufolge festgenommen. Es sei aber noch unklar, ob sie etwas mit Menschenhandel zu tun hätten.

Nach Polizeiangaben war der Lkw entdeckt worden, als eine Person in einem nahen Gebäude Hilferufe gehört hatte. An dem Fahrzeug fand die Person dann die teilweise geöffneten Türen des Anhängers und mehrere Tote auf der Ladefläche.

Hitze als mögliche Todesursache

Den Berichten zufolge soll es im texanischen San Antonio in den vergangenen Tagen sehr heiß gewesen sein. Warum genau die Menschen gestorben sind, ist bisher aber noch unklar.

»Die Patienten, die wir gesehen haben, haben sich heiß angefühlt, sie haben an Hitzschlägen und Erschöpfung gelitten«, sagte der Chef der Feuerwehr in San Antonio, Charles Hood, bei einer Pressekonferenz. Hoods Angaben zufolge habe es sich um einen Kühllastwagen gehandelt, allerdings sei die Kühleinheit offenbar nicht in Betrieb gewesen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, schrieb bei Twitter  von mindestens 42 Todesopfern. Verantwortlich dafür sei US-Präsident Joe Biden, schrieb Abbott. »Sie sind das Ergebnis seiner tödlichen Politik der offenen Grenzen.«

Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist die Zahl der Grenzübertritte durch Migranten in der Region derzeit auf Rekordniveau. Bereits 2017 hatte es demnach einen tödlichen Vorfall gegeben, damals waren in San Antonio zehn tote Migranten auf der Ladefläche eines Lkw entdeckt worden. Der Fahrer des Lastwagens war später wegen Beteiligung am Menschenschmuggel zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

aar/bbr/fek/dpa/AFP/AP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.