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29. November 2015, 00:41 Uhr

Nach Schießerei in Frauenklinik

Obama fordert schärferes Waffenrecht

"Genug ist genug": US-Präsident Barack Obama hat nach einer Schießerei in einer Frauenklinik im Bundesstaat Colorado für striktere Waffenkontrollgesetze geworben. Drei Menschen waren bei der Attacke gestorben.

Nach einer Schießerei mit drei Toten und neun Verletzten in Colorado Springs hat US-Präsident Barack Obama strengere Waffengesetze in den USA verlangt. Amerika müsse endlich "etwas gegen die einfache Zugänglichkeit von Kriegswaffen an Leute unternehmen, die nichts damit zu tun haben". Er fügte hinzu "genug ist genug", wie unter anderem der Sender CNN berichtete.

Ein 57-Jähriger hatte sich zuvor in einer Frauenklinik im US-Bundesstaat Colorado verschanzt und sich ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften geliefert. Später ergab sich der Mann und ließ sich abführen. Warum er die Frauenklinik, die auch Abtreibungen vornimmt, für seine Tat aussuchte, war zunächst unklar.

Obama reagierte auf die Tat bestürzt. "Wir dürfen das nicht zur Normalität werden lassen", zitiert ihn die "New York Times". Wenn die Amerikaner nun wieder ihre Anteilnahme bekundeten, dann könnten sie das nur mit gutem Gewissen tun, wenn der Zugang zu Waffen erschwert werde, sagte er.

In keinem anderen Industrieland gibt es so viele Tote bei Schießereien wie in den USA. In dem Land gibt es fast ebenso viele Schusswaffen wie Einwohner - alle Versuche, striktere Kontrollen einzuführen, sind bislang gescheitert. Bei einem der nun in Colorado Springs Getöteten handelt es sich um ein Mitglied der Campus-Polizei der Universität von Colorado, der seine Kollegen der Stadt unterstützte.

apr/dpa

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