Schleswig-Holstein Kontrolleure finden 15 Tonnen Gammelfleisch

In Norddeutschland untersuchen Ermittler einen neuen Verdachtsfall von Ekelfleisch-Verkauf. Lebensmittelprüfer hatten bei einem Großhändler mehrere Tonnen Putenfleisch mit abgelaufenem Verbrauchsdatum entdeckt.


Kiel - Der Großhändler aus dem Raum Neumünster stehe im Verdacht, überlagertes Putenfleisch als Tiefkühlkost verkauft zu haben, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick. Laboruntersuchungen hätten in dem Fleisch eine erhebliche Belastung mit Keimen nachgewiesen. Gegen den Geschäftsführer werde nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz ermittelt.

Lebensmittelkontrolleure waren im August 2005 bei einem Pizza-Service auf abgelaufenes Putenfleisch von dem Großhändler gestoßen und hatten Anzeige erstattet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei der anschließenden Durchsuchung im November zahlreiche Unterlagen des Fleischbetriebes beschlagnahmt. Anhand dieser Dokumente soll nun geklärt werden, ob und wieviel abgelaufenes Putenfleisch in den Handel gelangt ist.



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.