Zerstörungsfahrt mit Traktor Bauer muss in die Psychatrie

Zehn Autos, darunter Polizeiwagen, rammte ein Landwirt aus Schleswig-Holstein mit seinem Traktor. Erst Schüsse auf die Reifen konnten ihn stoppen. Nun muss der 53-Jährige in ein psychiatrisches Krankenhaus.
Ein Polizeiwagen liegt kopfüber auf einem Feld

Ein Polizeiwagen liegt kopfüber auf einem Feld

Foto: Daniel Friederichs/ dpa

Nach seiner Zerstörungsfahrt mit einem Trecker hat das Kreisgesundheitsamt einen Bauern in Schleswig-Holstein in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Nach Angaben der Polizei kam ein Gutachter zu dem Schluss, dass der Mann aus Ascheberg im Kreis Plön in einer Klinik vorerst besser untergebracht ist.

Die Ermittlungsbehörden gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus, wie der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler sagte. Hinzu kämen Widerstand gegen Polizeibeamte sowie mehrere Straßenverkehrsdelikte.

Der 53-Jährige hatte am Mittwoch in Ascheberg zehn Autos zerstört, darunter auch Polizeiwagen. Der Mann soll über eine Maßnahme des Kreisveterinäramts die Nerven verloren haben.

Nach Informationen des NDR wollten Veterinäre, die von Polizisten begleitet wurden, den Rindern auf dem Hof des Bauern Ohrmarken verpassen. Doch damit war der Landwirt offenbar nicht einverstanden. Er versuchte, die Polizisten mit seinem Traktor zu vertreiben.

Er sei sofort auf ein Polizeiauto zugefahren und habe es zur Seite geschoben, sagte ein Polizeisprecher. Der Bauer habe auf seinem Frontlader einen Ballen geladen, mit dem er das Fahrzeug eindrückte. In dem Wagen saßen zwei Beamte, die unverletzt blieben. Der Bauer habe später den Ballen verloren, während er neun weitere Autos zum Teil schwer beschädigte.

Schließlich mussten die Beamten ihre Schusswaffen einsetzen, um den Mann zu stoppen. "Es wurde insgesamt sechs Mal auf die Reifen des Traktors geschossen", sagte der Sprecher.

msc/dpa
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