Schleswig-Holstein Polizei gibt bei Verfolgungsjagd sechs Schüsse ab

In Schleswig-Holstein ist ein 22-Jähriger mit seinem Auto vor der Polizei geflohen. Bei der Verfolgungsjagd schossen Polizisten sechsmal auf den Wagen. Hintergrund der Flucht könnten Drogenvergehen sein.


Bei einer Verfolgungsjagd mit einem Autofahrer haben Polizisten in Schleswig-Holstein mehrfach auf dessen Wagen geschossen. Insgesamt wurden sechs Schüsse auf Reifen und Windschutzscheibe abgegeben, wie die Polizeidirektion in Ratzeburg und die Staatsanwaltschaft in Lübeck mitteilten. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der 22 Jahre alte Fahrer des Autos wurde festgenommen. Er soll zuvor vor einer Kontrolle geflohen sein.

Der Vorfall ereignete sich demnach am frühen Mittwochmorgen, nachdem der Mann nach einer längeren Flucht durch mehrere Ortschaften auf einen Bauernhof in Witzhave gefahren war. Dort versperrten ihm zwei Streifenwagen den Weg. Den Angaben zufolge stiegen die Beamten aus, um den Fahrer zu stellen. Dieser war zuvor mit seinem Auto gegen eine Baggerschaufel gefahren.

Drogenähnliche Substanzen in Wohnung des Mannes sichergestellt

In dieser Situation soll der 22-Jährige dann gezielt auf einen Beamten zugefahren sein. Daher sahen sich die zwei Polizisten gezwungen, fünf Mal auf einen Hinterreifen des Wagens zu schießen, um ihn zu stoppen. Ein weiterer Schuss schlug in der Windschutzscheibe ein.

Hintergrund der Flucht könnten mögliche Drogenvergehen sein. Im Auto des Mannes wurden verdächtige Spuren entdeckt. Unter anderem fanden die Beamten Betäubungsmittelrückstände. Am selben Abend untersuchten die Ermittler noch die elterliche Wohnung auf Usedom sowie die Wohnung des Manns in Hamburg. Auch dort wurden drogenähnliche Substanzen sichergestellt. Zudem fanden die Beamten eine Schreckschusspistole inklusive Munition.

Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verdachts einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Nach der Entnahme einer Blutprobe sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Mann wieder entlassen.

bam/AFP

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