Schlimmer Verdacht Ermittlungen wegen Misshandlung von dreijährigem Mädchen

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen einen Mann, der die dreijährige Tochter seiner Lebensgefährtin schwer misshandelt haben soll. Berichten zufolge wurde das Mädchen mit massiven Verletzungen in einer Klinik behandelt. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.


Großenkneten – Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte heute Rundfunk- und Zeitungsberichte vom Wochenende, nach denen sie gegen den Mann wegen des Verdachts der schweren Kindesmisshandlung ermittle. Der Tatverdächtige sitze in Untersuchungshaft, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft heute.

Der Mann soll die dreijährige Tochter seiner Lebensgefährtin den Berichten zufolge körperlich gequält und möglicherweise auch sexuell missbraucht haben. Das Mädchen aus Großenkneten im niedersächsischen Landkreis Oldenburg wird in einer Klinik psychologisch betreut.

Der Tatverdächtige war bereits Anfang Dezember 2006 in Hamburg festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft will aber erst morgen nähere Angaben zu dem Fall machen. Einem Bericht von Radio Bremen zufolge war die Polizei Anfang Dezember durch einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Misshandlungen aufmerksam geworden.

Die Mutter des dreijährigen Mädchens soll die Taten ihres Lebensgefährten offenbar geduldet haben, berichtete das "Hamburger Abendblatt Sonntags". "Das Kind hat schlimme Verletzungen am ganzen Körper, die offenbar von massiver stumpfer Gewalt herrühren", zitierte das Blatt die Rechtsanwältin Marion Erdmann, die sich um die Belange des Kindes kümmert. "Im Gesicht des Kindes waren blutende Wunden. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Dreijährige vergewaltigt wurde."

Erst im Oktober war der kleine Kevin aus Bremen nach monatelangen schweren Misshandlungen tot im Kühlschrank eines drogensüchtigen Mannes aufgefunden worden.

phw/dpa/AP



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