Tödliche Schüsse in hessischem Supermarkt Erschossene Frau hatte zuvor Beziehung mit Täter beendet

Am Morgen zeigte eine 53-Jährige ihren Ex-Freund an, am Nachmittag brachte er sie um: Nach den tödlichen Schüssen in einem Supermarkt in Hessen geht die Polizei von einer Beziehungstat aus.
Absperrung am Tatort (7. Juni)

Absperrung am Tatort (7. Juni)

Foto: Swen Pförtner / dpa

Die 53 Jahre alte Frau, die in einem Supermarkt im nordhessischen Schwalmstadt erschossen wurde, ist laut Ermittlern von ihrem Ex-Freund getötet worden. Der 58-jährige Täter, der sich anschließend selbst erschoss, führte mit dem Opfer zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 eine Beziehung, wie die Polizei in Homberg mitteilte. Demnach hatte die Frau sich getrennt, was der Mann nicht habe verwinden können.

Am Montagabend hatte es zunächst einen Polizeieinsatz bei der Frau gegeben. Gegen den 58-Jährigen, der sich in ihrer Wohnung aufhielt, wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Diesem sei er nachgekommen. Der Mann habe sich unauffällig und ruhig verhalten. Beamte hätten die Frau beraten und über die Möglichkeit aufgeklärt, Anzeige zu erstatten.

Am Dienstagmorgen zeigte die Frau ihren Ex-Freund wegen Körperverletzung, Nötigung und Nachstellung an. Aus ihrer Vernehmung hätten sich keine Anzeichen für eine konkrete Gefährdung ergeben, so die Ermittler.

Doch kurze Zeit später erschoss der 58-Jährige die Frau und dann sich selbst. Alarmierte Einsatzkräfte fanden die beiden Toten in dem Supermarkt. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der Kasseler Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zeigte sich erschüttert. »Diese tragische Tat macht uns alle tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt insbesondere den Angehörigen und allen Menschen, die unter dem unmittelbaren Eindruck dieses unfassbaren Verbrechens stehen«, erklärte er. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an, die Polizei bat Zeugen um Hinweise.

czl/dpa/AFP
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