Ostseeinsel Gotland Frau bei Messerangriff in Schweden getötet

Im schwedischen Visby ist eine etwa 60-jährige Frau auf offener Straße niedergestochen worden. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Zeitgleich trafen sich in der Stadt führende Politiker des Landes.
Polizisten in Gotland nehmen einen Verdächtigen fest

Polizisten in Gotland nehmen einen Verdächtigen fest

Foto: Henrik Montgomery / EPA

Bei einem Messerangriff auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland ist eine Frau getötet worden. Wie die schwedische Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde die etwa 60-Jährige zur Mittagszeit in der Stadt Visby niedergestochen und erlag ihren Verletzungen. Die Ermittler nahmen eigenen Angaben zufolge einen 33-jährigen Mann fest.

»Leider kann ich Ihnen mitteilen, dass eine Frau ihren Verletzungen erlegen ist«, sagte der Polizeichef von Gotland, Fredrik Persson. Der 33-Jährige sei kurze Zeit nach dem Vorfall festgenommen worden. Der Polizeichef wollte sich nicht zu einem möglichen Motiv des Täters äußern.

Die Polizei geht aber davon aus, dass der Angriff nicht mit der Almedalen-Woche in Zusammenhang stand. Dabei handelt es sich um das jährliche Treffen Anfang Juli in Visby mit führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft Schwedens.

Die Zeitung »Expressen« berichtete, der Tatverdächtige habe mutmaßlich Verbindungen zur Neonazi-Gruppe NMR. Auch »Daily Aftonbladet« meldete mutmaßliche Verbindungen zu einer Neonazi-Gruppe. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht. Polizeichef Persson sagte, es stellten sich eine Reihe von Fragen. Schließlich sei der Angriff zur Mittagszeit in der Innenstadt auf einem bekannten Platz erfolgt, wo sich zu diesem Zeitpunkt viele Menschen aufhielten.

aar/AFP
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