Neue DNA-Analysen Mann 26 Jahre nach Mord an junger Schwedin zu Haftstrafe verurteilt

Im Jahr 1996 verschwand die 16 Jahre alte Malin bei einer Busreise in Schweden. Nun konnte ihr Mörder überführt und verurteilt werden.
Die Eltern der ermordeten Malin auf dem Weg ins Gerichtsgebäude

Die Eltern der ermordeten Malin auf dem Weg ins Gerichtsgebäude

Foto: Stefan Jerrevang / TT / IMAGO

Fünf Jahre muss er ins Gefängnis und zudem Schadensersatz an die Angehörigen des Opfers zahlen: In Schweden ist ein Mann wegen Mordes an der damals 16 Jahre alten Malin verurteilt worden. Das gab das zuständige Berufungsgericht in Sundsvall bekannt.

Die Jugendliche war vor 26 Jahren während einer Busreise in Schweden verschwunden. Ein halbes Jahr später wurde ihre Leiche in einem Waldstück gefunden.

Der Verteidiger des 44-Jährigen deutete an, das Urteil vor dem Obersten Gericht prüfen lassen zu wollen, wie auch »Aftonbladet« berichtet.  

Der heute 44-Jährige war bereits 1998 im Alter von 20 Jahren wegen Mordes angeklagt und zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er ging in Berufung und wurde freigesprochen. Doch im Mai dieses Jahres hatte Schwedens Oberstes Gericht entschieden, dass das Berufungsgericht den Fall wieder aufnehmen solle.

Hauptgrund dafür war eine nun analysierte DNA-Spur an der Kleidung des Mädchens, bei der sich herausstellte, dass sie von dem zuvor freigesprochenen Mann stammte.

Bei der Haftzeit von nun fünf Jahren sei das junge Alter des Mannes zum Tatzeitpunkt sowie die lange Zeit seit dem Verbrechen berücksichtigt worden, erklärte die Vorsitzende Richterin Agneta Ögren.

kha/dpa
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