Unruhen in Stockholm Jugendliche bewerfen Polizisten mit Steinen

Angezündete Autos, geplünderte Geschäfte: In Stockholm ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Dutzenden Jugendlichen und der Polizei gekommen. Auslöser war offenbar eine Festnahme.

Ausgebrannte Autos in Rinkeby
DPA/TT NEWS AGENCY

Ausgebrannte Autos in Rinkeby


Nach einer Festnahme in einer U-Bahn-Station sind am späten Montagabend in einem Stockholmer Migrantenviertel Dutzende Jugendliche auf Polizisten losgegangen. Sie wurden mit Steinen beworfen. Ein Polizist habe einen Schuss abgefeuert, der aber niemanden verletzt habe, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Bei der Auseinandersetzung im Stadtteil Rinkeby wurden den Angaben zufolge drei Menschen verletzt, darunter ein Polizist. Zehn Autos wurden angezündet und einige Geschäfte geplündert. Ein Ladenbesitzer wurde nach Polizeiangaben bei dem Versuch angegriffen, sein Geschäft zu verteidigen. Nach Mitternacht gelang es der Polizei, wieder Ordnung herzustellen.

In Rinkeby machen Einwanderer mehr als 80 Prozent der Einwohner aus; die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Polizei ist in der Vergangenheit mehrfach für ungeschickten Umgang mit den Problemen in dem Stadtteil kritisiert worden.

Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump mit Aussagen zu einem angeblichen schlimmen Vorfall in Schweden verwirrt.

wit/dpa



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