Wegen Sabotage Straßenblockade in Schweden – zwölf Klimaaktivisten verurteilt

Sie hatten kilometerlange Staus verursacht: Insgesamt zwölf Männer und Frauen hatten im schwedischen Solna eine wichtige Straße blockiert. Nun wurden gegen sie Bewährungs- und Geldstrafen verhängt.
Urteil in Schweden (Symbolbild)

Urteil in Schweden (Symbolbild)

Foto: Josef Horazny/ CTK/ AP

Nach einer aufsehenerregenden Straßenblockade in Schweden sind zwölf Klimaaktivistinnen und -aktivisten wegen Sabotage sowie Ungehorsams gegenüber der Polizei verurteilt worden. Das teilte ein Gericht in Solna mit . Sie erhalten überwiegend Bewährungsstrafen, einige auch Geldstrafen. Ins Gefängnis muss keiner von ihnen.

Es handelt sich um Frauen und Männer im Alter zwischen 25 und 70 Jahren, die nach dem Vorfall im Norden Stockholms festgenommen worden waren. Gegen das Urteil können bis zum 14. November Rechtsmittel eingelegt werden.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen

Bei einer Protestaktion der Kampagne Återställ Våtmarker (»Moore wiederherstellen«) hatten die Angeklagten am 29. August eine wichtige Straße in der Nähe des Karolinska-Universitätskrankenhauses blockiert, indem sie sich auf die Fahrbahn setzten. Zwei klebten sich auch daran fest. Im Berufsverkehr hatte das kilometerlange Staus verursacht.

Klimaaktivistinnen und -aktivisten machen immer wieder mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf die Notwendigkeit eines verstärkten Kampfes gegen die Klimakrise aufmerksam – mit teils umstrittenen Mitteln. Jüngst hatten Aktivistinnen ein Van-Gogh-Gemälde in der Londoner National Gallery mit Tomatensuppe beworfen. Am Sonntag gab es einen ähnlichen Vorfall im Potsdamer Museum Barberini, bei dem Aktivisten der Protestgruppe »Letzte Generation« ein Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet mit Kartoffelbrei bespritzten.

bbr/dpa
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