Paris Betrunkener Schweizer Diplomat liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Die Beamten wollte ihn stoppen, doch der Mann raste einfach weiter: Ein betrunkener Schweizer Spitzendiplomat hat sich in Paris eine wüste Verfolgungsjagd mit den Polizei geliefert. Nun könnte seine Immunität aufgehoben werden.

Straßen in Paris: Verkehrskontrolle der Polizei
Getty Images

Straßen in Paris: Verkehrskontrolle der Polizei


Paris - Es passierte bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle in Paris: Französische Polizisten versuchten, einen zu schnell fahrenden Mercedes mit Diplomatenkennzeichen anzuhalten. Am Steuer des Fahrzeugs habe der Schweizer Botschafter bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gesessen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Diplomat fuhr aber weiter. Als die Beamten ihn einige Straßen weiter einholten, steuerte der Mann auf die Polizisten zu. Daraufhin schoss einer der Beamten in die Reifen des Autos. Der Diplomat blieb auch mit zerschossenem Reifen nicht stehen. Laut der Zeitung "Le Parisien" steuerte er in entgegengesetzte Richtung den vielbefahrenen Boulevard Saint-Germain hoch, bis er schließlich gestoppt werden konnte. Ein Alkoholtest fiel positiv aus.

Den Polizisten sagte der Mann, er sei Diplomat. Er hatte aber keine Papiere bei sich, um das zu beweisen, und wurde daher auf ein Kommissariat gebracht. Die Schweizer Botschaft bestätigte schließlich die Identität des OECD-Botschafters, der wegen seiner diplomatischen Immunität auf freiem Fuß blieb. Das Schweizer Außenministerium erklärte sich jedoch bereit, die Immunität aufzuheben, falls die französischen Behörden dies wünschten.

wit/AFP



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