Schwere Ausschreitungen Polizist erschießt Jugendlichen in Athen

Er wollte einen Warnschuss abgeben und traf einen Jugendlichen in die Brust: Bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Autonomen und der Polizei hat ein Polizist in Athen einen Jungen erschossen. Hunderte Jugendliche randalierten daraufhin, zerstörten Schaufenster und zündeten Autos an.


Athen - In der griechischen Hauptstadt Athen ist es nach dem Tod eines 15 oder 16 Jahre alten Jugendlichen zu schweren Unruhen gekommen. Der Jugendliche gehörte nach Polizeiangaben zu einer Gruppe, die ein Polizeiauto mit Steinen beworfen hatte.

Laut Medienberichten wollte ein Polizist in dem Wagen einen Warnschuss abgeben, die Kugel traf den Jugendlichen jedoch in die Brust. Der Junge sei in ein Krankenhaus gebracht worden, bei der Ankunft aber bereits tot gewesen, berichteten zwei griechische Fernsehsender.

Daraufhin kam es zu weiteren Angriffen der Autonomen. Hunderte Jugendliche gingen auf die Straße, randalierten und bewarfen Polizeiautos mit Steinen und Brandsätzen, zerstörten Schaufenster und zündeten Autos an. Die Polizei verstärkte ihre Einheiten, setzte Tränengas ein, evakuierte einige Restaurants und sperrte mehrere Straßen für den Verkehr.

Seit Jahren greifen griechische Autonome immer wieder Polizisten an und verüben Brandanschläge auf Banken und Autos im Zentrum Athens.

tno/AFP/AP/dpa/Reuters



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