Bundesgerichtshof bestätigt Urteil Schwesta Ewa muss möglicherweise wieder ins Gefängnis

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil gegen die Rapperin Schwesta Ewa für rechtskräftig erklärt. Weil sie mehrere Frauen geschlagen haben soll, muss die Musikerin jetzt möglicherweise erneut in Haft.
Schwesta Ewa im Gerichtssaal

Schwesta Ewa im Gerichtssaal

Foto: Fabian Sommer/ dpa

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil gegen die Rapperin Schwesta Ewa bestätigt. Demnach ist eine vorangegangene Verurteilung der Musikerin durch das Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren Haft rechtskräftig.

Schwesta Ewa muss damit möglicherweise noch einmal ins Gefängnis. Die Sängerin hatte zugegeben, mehrere junge Frauen, die für sie als Prostituierte gearbeitet hatten, bei etlichen "Ausrastern" geschlagen und getreten zu haben.

Das Landgericht hatte sie im Jahr 2017 schließlich wegen 35-facher Körperverletzung und Steuerhinterziehung verurteilt. Vom Vorwurf der Zuhälterei und des Menschenhandels wurde Ewa aber freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft und eine der Frauen wollten mit ihren Revisionen nun erreichen, dass die Rapperin auch wegen dieser Vorwürfe verurteilt wird. Sie habe sich bewusst junger Frauen bedient, die Schulden bei ihr hatten und keine andere Möglichkeit sahen, diese zu tilgen, sagte die Anwältin der Nebenklägerin.

Das Urteil des Landgerichts ist laut BGH jedoch nicht zu beanstanden, da die Frauen zuvor angegeben hatten, freiwillig für Schwesta Ewa gearbeitet zu haben. Die Rapperin selbst wollte vor den Richtern nichts mehr sagen. Sie ist inzwischen Mutter geworden und hatte ihr Kind mit in den Gerichtssaal gebracht.

Über die Vollstreckung der Haftstrafe muss jetzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt entscheiden. Die 34-Jährige saß bereits knapp acht Monate in Untersuchungshaft.

fek/dpa
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