Serbien Bordellbesitzer drohen mit Veröffentlichung von Politikernamen

Bordellchefs und Prostituierte in Serbien greifen im Streit um die Legalisierung von Freudenhäusern zu drastischen Mitteln: Sie drohen mit der Veröffentlichung der Namen jener Politiker, die als Kunden in den Bordellen verkehren und für die Dienste der Frauen bezahlen, berichtet eine Zeitung.


Belgrad - In Serbien gebe es mindestens 7000 weibliche und männliche Prostituierte, deren Rechte gesetzlich geregelt werden sollten, sagte der Chef des Verbandes der Nachtlokale, Slavoljub Veljkovic, der Boulevardzeitung "Press".

Die 130 dem Verband angehörenden Barbesitzer hatten dem Parlament bereits vor zwei Jahren einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, aber keine Antwort erhalten. Nun kündigten sie eine Protestkundgebung von Prostituierten vor dem Regierungsgebäude in Belgrad an. Führe dies nicht zum Erfolg, sollten die Namen der Freier aus der Politik veröffentlicht werden, sagte Veljkovic.

jto/dpa



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