Set-Unfall Anwältin nimmt Cruise-Film ins Visier

Neuer Kulissenradau um den Tom-Cruise-Film "Valkyrie": Eine Rechtsanwältin hatte - nach einem Set-Unfall mit elf verletzten Komparsen in Berlin - von weiteren Zwischenfällen berichtet, bei denen Statisten zu Schaden gekommen seien. Die Filmfirma weist die Vorwürfe zurück.


Berlin - "Die Verantwortlichen am Set haben mit menschenverachtender Gleichgültigkeit mit der Gesundheit und dem Leben der Komparsen gespielt." So kommentierte die Berliner Rechtsanwältin Ariane Bluttner in einer Erklärung einen Unfall bei den "Valkyrie"-Dreharbeiten, bei dem elf Komparsen verletzt worden waren.

Die Männer waren am 19. August bei Dreharbeiten in Berlin-Mitte von einem Lastwagen gestürzt und verletzt worden. Die Anwältin hatte angekündigt, eine Sammelklage gegen die Filmfirma United Artists einreichen zu wollen, und ruft seither in einem Blog Betroffene auf, über weitere Schadensfälle Bericht zu erstatten.

So sollen bei Dreharbeiten am Flughafen Tempelhof zahlreiche Statisten Schnittverletzungen erlitten haben. Zudem sollen die Bremsen eines Lastwagens nicht funktioniert haben. Die Anwältin strebt nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" außer Schadensersatz auch eine Verbesserung der Sicherheitsstandards an. Sie erwäge auch eine Klage in den USA, sollte es in Deutschland zu keiner Einigung mit der Produktionsfirma kommen.

United Artists wies Berichte über weitere Verletzte bei den "Valkyrie"-Dreharbeiten zurück. Die Behauptung, es habe weitere Unfälle am Set gegeben, sei "absolut unwahr".

pad/ddp



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