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25. Juni 2019, 23:06 Uhr

Verurteilter TV-Star

Bill Cosby legt Berufung ein

Seit September 2018 sitzt Bill Cosby im Gefängnis. Und seit September 2018 versucht er, wieder herauszukommen. Der Entertainer ist des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen worden. Zu Unrecht, behauptet er.

Der frühere TV-Star Bill Cosby will, dass sein Prozess neu aufgerollt wird. Die Anwälte des 81-Jährigen haben Berufung gegen seine Verurteilung eingelegt. Im April 2018 war Cosby schuldig gesprochen worden, im Jahr 2004 eine Frau in seinem Haus in Philadelphia unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Im September 2018 trat er seine auf drei bis zehn Jahre angesetzte Haftstrafe an.

Cosbys Anwälte hatten sofort damit begonnen, das Urteil anzufechten. Unter anderem warfen sie dem Richter Befangenheit vor, weil dessen Frau als Psychiaterin mit Missbrauchsopfern arbeite. Den Antrag auf Berufung begründen die Anwälte damit, dass während des Prozesses auch Zeuginnen gehört wurden, die Cosby sexueller Übergriffe bezichtigten. Die Aussagen hätten zum Schuldspruch beigetragen, obwohl es in keinem der Fälle eine rechtskräftige Verurteilung gebe.

Insgesamt hatten sich mehr als 60 Frauen gemeldet, die behaupten, der Schauspieler habe sie sexuell missbraucht. Die meisten der Fälle waren allerdings schon verjährt. Cosby selbst sieht sich als "politischen Gefangenen". Zudem beklagt er sich über seine Haftbedingungen. Ende April hatten seine Anwälte einen Kautionsantrag gestellt - bislang ohne Erfolg.

mmm/afp

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