Prozess in Siegen Gericht verurteilt Jugendlichen wegen Totschlags an Mitschüler

Ein Jugendlicher aus Nordrhein-Westfalen tötete seinen Mitschüler - womöglich aus enttäuschter Liebe. Nun wurde der Täter zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Wenden, Nordrhein-Westfalen: Ein Jugendlicher tötete seinen älteren Mitschüler
Roland Weihrauch/ DPA

Wenden, Nordrhein-Westfalen: Ein Jugendlicher tötete seinen älteren Mitschüler


Das Landgericht Siegen hat einen Teenager zu einer Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt, weil er seinen Mitschüler erwürgt hatte. Die Tat sei als Totschlag gewertet worden, wie eine Sprecherin nach der Urteilsverkündung sagte. Die Richter ordneten außerdem eine Unterbringung des 15-Jährigen aus Wenden im Sauerland in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Prozess gegen den Jugendlichen hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Zu den Tatumständen wollte die Gerichtssprecherin unter Verweis auf den Jugendschutz keine Angaben machen. Laut Anklage hatte der Jugendliche den Älteren im Herbst 2018 aus enttäuschter Liebe in einem Streit umgebracht.

Der damals 14-Jährige hatte demnach seinen zwei Jahre älteren Mitschüler in einem Waldstück nahe der Schule mit bloßen Händen erwürgt. Der Jüngere sei in den Älteren verliebt gewesen, aber von diesem zurückgewiesen worden, hieß es zum Motiv.

Zu Prozessbeginn im April hatte der Angeklagte gestanden. Ob Verteidigung oder Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wollen, ist noch nicht bekannt.

bbr/dpa

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