Singapur Mann schnipst Gummibänder auf Straße - 195 Euro Strafe

In Singapur hat ein Mann zwei Gummibänder auf die Straße geschnipst - und von der Umweltbehörde einen Strafzettel über umgerechnet fast 200 Euro bekommen. Beim nächsten Mal könnte es für ihn deutlich teurer werden.

Fußgänger auf einer Straße in Singapur
WALLACE WOON/ EPA-EFE/ REX

Fußgänger auf einer Straße in Singapur


Im südostasiatischen Stadtstaat Singapur muss ein Mann umgerechnet 195 Euro Geldbuße zahlen, weil er zwei Gummibänder auf die Straße geschnipst hatte. Der Mann war nach Berichten lokaler Medien dabei beobachtet worden, wie er auf dem Weg zu seinem Auto die beiden Gummis abschoss. Die Umweltbehörde National Environment Agency (NEA) stellte daraufhin einen Strafzettel über 300 Singapur-Dollar aus.

Der autoritär regierte Stadtstaat ist dafür bekannt, auch geringe Gesetzesverstöße streng zu bestrafen.

Der Fall wurde bekannt, weil sich in sozialen Netzwerken Internetnutzer über die Geldbuße empörten. Die Umweltbehörde NEA rechtfertigte sich mit der Gesetzeslage: Jeder trage Verantwortung für eine saubere Umgebung.

Die Soziologieprofessorin Paulin Tay Straughan sieht die Behörde offenbar im Recht. Sie sagte der Tageszeitung "Straits Times": "Das war Absicht. Und er hatte keine Absicht, die Gummibänder wieder aufzuheben. Er hat sie ja liegen lassen. Also ist das Umweltverschmutzung."

Die Behörde bestätigte auch, dass gegen zwei andere Männer je 300 Singapur-Dollar Bußgeld verhängt wurde. Die beiden hatten Bierdosen an einer U-Bahn-Station stehen gelassen.

300 Singapur-Dollar ist die Standardbuße, wenn jemand zum ersten Mal bei einem solchen Delikt erwischt wurde. Im Wiederholungsfall kann die Geldbuße auf bis zu 10.000 Singapur-Dollar (etwa 6500 Euro) erhöht werden.

cop/dpa



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