Somalia Lebenszeichen von entführten Deutschen

Seit zwei Wochen sind sie verschleppt, jetzt gibt es wieder ein Lebenszeichen: Die Kidnapper ließen die beiden in Somalia festgehaltenen Deutschen mit Bekannten telefonieren. Das Auswärtige Amt versucht die Entführten mit Medikamenten zu versorgen.


Hamburg - Die beiden in Somalia entführten Deutschen haben nach Informationen des SPIEGEL ein Lebenszeichen gegeben. Es sei von den Entführern gestattet worden. In dem Telefonat mit Bekannten in Deutschland berichteten die 51-jährige Frau und der 63-jährige Mann, es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte zu der Meldung auf Anfrage nicht Stellung nehmen.

Der Mann leide unter Diabetes, hieß es in dem Bericht weiter. Der Krisenstab des Auswärtigen Amts habe deshalb über Mittelsmänner ein Päckchen mit Medikamenten in die unwegsame Grenzregion zwischen Somaliland und Puntland geschickt, in der sich das Versteck der Geiselnehmer befindet. Ein früheres Telefonat Anfang vergangener Woche sei von mehreren Schüssen unterbrochen worden.

Der Krisenstab verhandele über Stammesälteste mit den Entführern. Sie verlangen für das deutsche Paar, das vor zwei Wochen von einer Segeljacht vor der somalischen Küste verschleppt worden war, ein Lösegeld in Millionenhöhe.

cai/ap



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.