South Carolina Mann wegen Tötung seiner fünf Kinder zum Tod verurteilt

Ein 37-Jähriger tötete in South Carolina seine fünf Kinder. Ein Gericht hat nun die Todesstrafe gegen ihn verhängt - obwohl die Mutter der Opfer nicht will, dass ihr Ex-Mann hingerichtet wird.

Tim J. vor dem Gericht
Tracy Glantz/The State/ AP

Tim J. vor dem Gericht


Im US-Bundesstaat South Carolina ist ein Mann wegen der Tötung seiner fünf Kinder zum Tod verurteilt worden. Das berichten mehrere US-Medien. Die Geschworenen kamen in ihrer Entscheidung binnen zwei Stunden der Forderung des Staatsanwalts nach. Die Ex-Frau des Verurteilten hatte die Jury gebeten, sein Leben zu schonen.

Staatsanwalt Rick Hubbard bezeichnete den Täter als "Monster". Der 37-jährige Tim J. war zuvor für schuldig befunden worden, im Jahr 2014 seine fünf Kinder im Alter zwischen einem und acht Jahren getötet zu haben.

Tim J. hatte gesagt, er habe geglaubt, sein sechsjähriger Sohn habe sich mit seiner Ex-Frau gegen ihn verschworen. Er soll seinen Sohn deshalb gezwungen haben, so lange zu trainieren, bis dieser starb.

Anschließend erdrosselte er seine vier anderen Kinder und fuhr neun Tage lang mit den Leichen umher. Schließlich ließ er sie in Plastiktüten an einem Hügel in Alabama liegen. Tim J. wurde schließlich bei einer Verkehrskontrolle festgenommen, nachdem ein Beamter Verwesungsgeruch in seinem Auto wahrgenommen hatte.

Hinrichtungen seit 1976

Die Ex-Frau von Tim J. hatte die Geschworenen trotz der Tat aufgefordert, von der Todesstrafe abzusehen. Die Kinder hätten ihn geliebt, sagte sie zur Begründung. "Er hat meinen Kindern gegenüber keinerlei Gnade gezeigt. Aber meine Kinder haben ihn geliebt, und ich spreche im Sinne meiner Kinder und nicht für mich selbst", sagte die Frau.

"Als eine Mutter würde ich ihm allerdings gern das Gesicht abreißen", sagte sie der BBC zufolge vor Gericht. Weiterhin soll sie angegeben haben, jede Entscheidung des Gerichts zu akzeptieren. Die Frau hatte ihrem Mann das Sorgerecht überlassen, weil er als Computeringenieur mehr verdiente als sie.

Die Anwälte des Mannes hatten argumentiert, der 37-Jährige sei schizophren und deshalb prozessunfähig.

cop/AFP



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