Drei Tonnen Kokain an Bord Polizei spürt vor Galiciens Küste Drogen-U-Boot auf

Galicien gilt als einer der großen Umschlagplätze für Kokain in Europa. Vor der Küste der autonomen Gemeinschaft hat die Polizei nun ein Drogen-U-Boot gestoppt. Es kam vermutlich aus Kolumbien.
Vor der spanischen Küste wurden etwa 3000 Kilogramm Kokain aufgespürt

Vor der spanischen Küste wurden etwa 3000 Kilogramm Kokain aufgespürt

Foto: Salvador Sas/EPA

Der spanischen Polizei ist nach Medienberichten die erste Entdeckung eines großen Drogen-U-Bootes in Europa gelungen. Das gut 20 Meter lange Schiff sei am Sonntag vor der Küste der Region Galicien im Nordwesten des Landes abgefangen worden, bestätigte ein Sprecher der Regionalpolizei. Nach der Entdeckung habe die Besatzung das U-Boot absichtlich auf Grund gesetzt. Erst nach der Bergung gebe es weitere Informationen.

Spanische Medien berichteten unter Berufung auf die Behörden, dass zwei Mitglieder der Besatzung festgenommen worden seien. Die Männer aus Ecuador hätten sich schwimmend ans Ufer gerettet. Einem dritten Mann sei die Flucht gelungen.

Das U-Boot stamme vermutlich aus Kolumbien und habe nach ersten Schätzungen etwa drei Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen Euro an Bord, berichtete die Regionalzeitung "La Voz de Galicia". Der Coup sei der spanischen Polizei in Zusammenarbeit mit den Behörden in Kolumbien gelungen, hieß es.

Galicien ist einer der großen Umschlagplätze für Kokain in Europa. Verschiedene Clans beliefern von der traditionell armen Region aus ganz Europa mit Drogen - meistens stammen diese aus Südamerika. Die Chefs der Clans werden von der Bevölkerung oft als Helden verehrt, die für Jobs und bessere Lebensbedingungen sorgen.

bam/dpa
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