Spurensuche im Fall Mirco Polizei durchkämmt 17 Kubikmeter Müll

Im Fall des vermissten elfjährigen Mirco aus Grefrath ergibt sich für die Spurensicherung ein neuer Ansatzpunkt: Entsorgt geglaubter Müll von dem Parkplatz, auf dem Kleidung des Kindes entdeckt wurde, ist überraschend wieder aufgetaucht.

DPA

Grefrath - Der Abfall vom Parkplatz lag zwei Wochen unbemerkt auf einem Bauhof in einem großen Müllcontainer - ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte.

Die Ermittler waren bislang davon ausgegangen, dass der Abfall längst verbrannt worden sei. Bei den 17 Kubikmetern Müll handelt es sich vor allem um Abfälle aus einem Container von einem Parkplatz bei Grefrath, neben dem die Hose und das T-Shirt des vermissten Jungen gefunden worden waren.

Teilweise seien aber auch Abfälle aus wilden Deponien aus der Umgebung darunter. Besonders hiervon erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise. Unter anderem hatten die Beamten bislang vergeblich nach dem Handy des Jungen gesucht. Mit dem Durchsuchen des Mülls will die Polizei am Mittwoch beginnen.

DNA-Spuren konnten inzwischen nicht nur an Mircos Kleidung sichergestellt werden, sondern auch an seinem Fahrrad, im Gelände am Ort seiner Entführung, auf dem Parkplatz und an der Stelle, wo der Entführer an der Landstraße 39 geparkt haben soll.

Mirco war am 3. September zuletzt an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Skater-Anlage in Grefrath gesehen worden. Von dort aus wollte er mit dem Fahrrad nach Hause fahren, kam dort aber nicht an. Die Polizei befürchtet, dass der Junge einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Sie geht davon aus, dass der Täter aus der Region stammt.

bac/apn



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