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Polizei-Aktion in St. Louis: Ice Ice Baby

Foto: St. Louis Metropolitan Police Department

Polizisten mit Eiswagen Hand an der Waffel statt an der Waffe

Die Eis-Cops kommen: Um ihren schlechten Ruf loszuwerden, hat die Polizei in St. Louis einen Eiswagen angeschafft. Der soll die Beziehung von Polizisten und Bürgern verbessern.

Die Polizei, dein Freund und Helfer? Es gibt viele Bürger in den USA, die das ganz anders sehen: die Polizei, dein Feind. In St. Louis soll sich das Verhältnis nun endlich bessern. Und zwar mit einem Eiswagen - "Operation Polar Cops" ist angelaufen.

Polizisten sollen mit dem Wagen in Parks, Gemeindezentren und Schulen Eis verteilen und auf diesem Weg vor allem mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch kommen. Es handle sich "um ein einzigartiges Instrument, um unsere jüngsten Bürger zu erreichen", sagte Polizeichef Sam Dotson. Man wolle Polizisten als Vorbilder zeigen.

Das ist bitter nötig. Es ist noch keine zwei Jahre her, da erschoss der weiße Polizist Darren Wilson in Ferguson, gelegen im Großraum St. Louis, den Afroamerikaner Michael Brown. Der 18-Jährige war unbewaffnet gewesen, Wilson wurde nicht angeklagt, quittierte aber den Dienst.

Browns Tod löste vielerorts in den USA Proteste gegen Polizeigewalt aus, die manchmal in Randale umschlugen. Besonders Ferguson war betroffen.

Und jetzt also die Eis-Offensive. Ähnliche Projekte gibt es auch in anderen Städten. Die Polizei in Wichita im US-Bundesstaat Kansas veranstaltete eine Grillparty, 2000 Bürger kamen vorbei. Das galt als solcher Erfolg, dass Wichitas Polizeichef Gordon Ramsay ins Weiße Haus eingeladen wurde, um über bürgerorientierte Polizeiarbeit zu sprechen.

ulz/AP