Belästigung Stalkerin von Alec Baldwin zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt

Der Richter sprach von einer "eskalierenden Kampagne von Drohungen": Die Kanadierin Geneviève Sabourin ist zu einer siebenmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Sie hatte Kinostar Alec Baldwin und dessen Ehefrau belästigt.

Schauspieler Alec Baldwin: Gericht schickt Stalkerin des Hollywood-Stars ins Gefängnis
AP

Schauspieler Alec Baldwin: Gericht schickt Stalkerin des Hollywood-Stars ins Gefängnis


New York - Die kanadische Schauspielerin Geneviève Sabourin ist zu 210 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Sabourin habe Hollywood-Star Alec Baldwin mit einer "unaufhörlichen und eskalierenden Kampagne von Drohungen" überzogen und dessen Frau Hilaria terrorisiert, urteilte der New Yorker Richter Thomas Mandelbaum.

Sabourin wurde in insgesamt fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen, der Richter bescheinigte ihr "mangelnden Respekt" vor den Gesetzen, unter anderem wegen ihres Verhaltens vor Gericht. Baldwin hatte die wenig erfolgreiche Schauspielerin im vergangenen Jahr wegen Stalkings angezeigt. Sabourin schickte ihm demnach massenhaft Liebesbekundungen per E-Mail und tauchte ungebeten in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan auf.

Sabourin äußerte sich am Mittwoch drei Stunden lang - teilweise unter Tränen - zu den Vorwürfen. Sie behauptet, sie habe mit Baldwin einige monatelange eine Affäre gehabt - nach einem Abendessen im Februar 2010 und einer "sehr romantischen Nacht" in einem New Yorker Hotel. "Er verdient Millionen damit, auf der Leinwand Frauen zu verzaubern. Er ist der beste Charmeur der Welt", sagte Sabourin. Baldwin gab dagegen an, die Schauspielerin nach dem Abendessen nie wiedergesehen zu haben. Bei dem Gespräch sei es um ihre Karriere gegangen.

Sabourin räumte vor Gericht ein, Baldwin und seiner Frau mehrmals aufgelauert zu haben. "Ich bin nervig, aber ich bin nicht aggressiv", sagte sie. Baldwins Frau sagte aus, sie sei von Sabourin am Telefon als "Schlampe" bezeichnet worden. Vor Gericht nannte Sabourin Baldwin wiederholt einen Lügner - und sagte seiner Frau, sie solle zur Hölle fahren.

Der Richter schärfte Sabourin ein, sie habe kein Recht, auf einem Kontakt zu Baldwin zu bestehen - ganz gleich, ob dem eine Liebesbeziehung vorausgegangen sei. Sabourin darf sich dem Urteilsspruch zufolge fünf Jahre lang weder Baldwin noch dessen Frau nähern. Eine Teilstrafe von 30 Tagen verhängte der Richter gegen Sabourin, weil sie den Prozess immer wieder gestört habe und damit dem Gericht nicht den geziemenden Respekt entgegengebracht habe.

wit/AFP



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