Gewaltsex-Vorwürfe Star-Geiger Garrett fordert Millionen von Ex-Freundin

David Garrett hat gegen seine Ex-Freundin Ashley Youdan eine Millionenklage eingereicht. Sie wirft dem Star-Geiger Misshandlungen vor. Er wittert einen perfiden Plan.

David Garrett
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David Garrett


David Garrett wehrt sich juristisch gegen die Gewaltsex-Vorwürfe seiner Ex-Freundin Ashley Youdan. Der Star-Geiger reichte Gegenklage ein und fordert von Youdan Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro). Youdans Anwalt stellte die offiziellen Gerichtsunterlagen der Nachrichtenagentur dpa zur Verfügung.

Die frühere Pornodarstellerin hatte Garrett zuerst auf Schadensersatz verklagt und behauptet, er habe sie zu harten Sexualpraktiken gezwungen, ihr körperlichen Schaden zugefügt und sie gegen ihren Willen in seiner Wohnung eingesperrt.

In der Gegenklage weist Garrett die Vorwürfe zurück. Dort heißt es, Youdan habe vom ersten Tag der Beziehung an den Plan gehabt, ihn auszubeuten. Sie habe sich innerhalb von Tagen in sein Leben eingenistet, sich vorschnell als seine Verlobte bezeichnet und die Privilegien an der Seite eines Stars genossen.

Ashley Youdan
Kazuki Hirata/ Hollywood Picture Press/ face to face

Ashley Youdan

"Sie reiste mit ihm im luxuriösen Stil und zog schnell in seine New Yorker Loft-Wohnung", heißt es in der Klageschrift. Auch seinem Wunsch, ihre Porno-Karriere und ihre Arbeit bei einem Escort-Service zum Wohl der Beziehung zu beenden, sei sie anders als behauptet nicht nachgekommen.

In Wirklichkeit habe sie beide Jobs heimlich weitergeführt, aber nicht, ohne von ihm Zehntausende Dollar für ihren Lebensunterhalt und ihre angebliche neue Karriere in der Immobilienbranche zu fordern. Ausgegeben habe sie das Geld für Parties.

Als Garrett sich entschieden habe, die Partnerschaft wegen Youdans "unerbittlichen Forderungen nach Geld und ihres rücksichtslosen Lebensstils" zu beenden, "drohte sie, seinen Ruf zu zerstören, wenn er ihr nicht große Summen Geld zahlt". Weil sie demnach drohte, Details über sein Privatleben auszuplaudern, hätten die beiden eine Vertraulichkeitsvereinbarung mit einer Zahlung von 300.000 Dollar (265.500 Euro) als Gegenleistung unterzeichnet.

Nach der Zahlung einer ersten Rate von 15.000 Dollar habe sie durch einen Anwalt aber 750.000 Dollar gefordert, bevor ihr jetziger Anwalt vor etwa zwei Wochen schließlich Schadenersatzklage in Höhe von 15 Millionen Dollar einreichte (13,2 Millionen Euro). Die Klage habe sie noch vor Einreichen beim Gericht der Zeitung "New York Post" zur Verfügung gestellt und versuche derzeit, Details über Garretts Privatleben an das höchstbietende Medium in Deutschland verkaufen.

Glaubt man dagegen der zuvor von Youdans Anwalt Eddie Hayes verfassten Klage, führten etwa ihre Posts im Internet mindestens einmal zu Ärger: "In Rage" hätten den Geiger Fotos vom Verlobungsring sowie von den beiden als küssendes Paar versetzt, heißt es.

Seine Mandantin habe sich im Badezimmer versteckt, bis er wütend die Tür durchbrach. Sie sei im Gerangel um ihr Handy zu Boden gefallen und habe sich am Oberschenkel verletzt.

Garrett hielt dagegen: "Meine Anwälte gehen davon aus, dass sie sich diesen kleinen blauen Fleck selbst zugefügt hat." Ein Prozess könnte Anfang August beginnen, sagte Anwalt Hayes.

sms/dpa



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