Steinwurf auf A7 Polizei nimmt 36-jährigen Verdächtigen fest

Weil jemand einen Stein auf die Autobahn warf, verunglückte eine Familie auf der A7 in Baden-Württemberg. Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Verdächtigen ermittelt.

Autowrack auf der A7
Dennis Straub/Feuerwehr Heidenheim/dpa

Autowrack auf der A7


Nach einem durch einen Steinwurf verursachten schweren Unfall auf der A7 in Baden-Württemberg hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Wie die Polizei in Ulm und die Staatsanwaltschaft in Ellwangen mitteilten, handelt es sich dabei um einen 36-Jährigen, gegen den ein dringender Tatverdacht bestehe. Genauere Angaben wollen die Ermittler erst am Freitag machen.

Der Mann wird verdächtigt, in der Nacht zum Sonntag einen Betonpflasterstein von einer Brücke auf die A7 geworfen zu haben. Das Auto einer Familie prallte gegen den Stein und überschlug sich mehrfach.

Bei dem Unfall erlitt die 25-jährige Mutter auf dem Beifahrersitz lebensgefährliche Verletzungen. Sie schwebt laut Polizei immer noch in Lebensgefahr. Der Zustand der übrigen drei Familienmitglieder sei stabil. Die sechsjährige Tochter zog sich schwere Verletzungen zu. Der 33-jährige Vater und der vierjährige Sohn wurden leicht verletzt.

Der Betonpflasterstein stammt den Ermittlern zufolge von einer Baustelle in der Nähe des Unfallorts. Der mutmaßliche Täter habe ihn mehrere Hundert Meter zu der Brücke transportiert, dort über das Geländer gehoben und auf die Fahrbahn geworfen. Es gebe zahlreiche Hinweise von Autofahrern, die den Unfall beobachteten. Die eigens eingerichtete "Soko Crash" ermittelte mit 20 Beamten.

jal/dpa/AFP



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