Streit um Computer Vater schießt Sohn mit Schrotflinte in Kopf

Blutiges Familiendrama in Rheinland-Pfalz: Weil sein Sohn zu lange am Computer gesessen hat, soll ein Mann aus dem Westerwaldkreis dem 16-Jährigen in den Kopf geschossen haben. Gegen den 56-Jährigen wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt.


Koblenz - Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz heute berichtete, ist gegen den Mann aus dem rheinland-pfälzischen Horhausen Haftbefehl ergangen. Der Familienvater habe eingeräumt, auf seinen Sohn geschossen zu haben, hieß es. Er habe den Jungen zum Abschalten des Computers gedrängt, woraufhin es zu einem Streit gekommen sei. Hintergrund für die Tat seien familiäre Probleme.

Der 16-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und dort in ein künstliches Koma versetzt. Er schwebt den Angaben zufolge aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Polizei war von dem 17-jährigen Bruder des Jungen verständigt worden. Dieser hatte seinem Vater auch das Gewehr abgenommen, nachdem er den Schuss gehört hatte. Die Polizei fand den Mann eingeschlossen in seinem Zimmer und nahm ihn fest.

ala/AFP/AP



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