Südafrika Straßenräuber überfallen chinesische WM-Journalisten

Kurz vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika hat es in Johannesburg erneut einen Raubüberfall auf Journalisten gegeben: Vier chinesische Reporter wurden in ihrem Auto angegriffen.


Johannesburg - Vier chinesische Journalisten wurden einem Bericht der chinesischen "Beijing News" vom Donnerstag zufolge in Johannesburg von Straßenräubern angegriffen. "Mehrere bewaffnete schwarze Männer" hätten am Vortag das am Straßenrand stehende Fahrzeug der Chinesen umringt, die Journalisten massiv bedroht und gezwungen, ihnen eine Kamera im Wert von etwa 10.000 Yuan (1217 Euro) auszuhändigen. Die Reporter hatten auf dem Rückweg von einem Interview am Straßenrand angehalten.

Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Das chinesische Konsulat in Johannesburg hat eine Warnung an WM-Touristen ausgegeben. Danach sollten keine größeren Geldbeträge mitgeführt und ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit an den Tag gelegt werden.

Der Zeitung zufolge gebe es noch unbestätigte Berichte von einem weiteren chinesischen Reporter, der auch beraubt worden sei. Die südafrikanische Polizei konnte am Donnerstagmorgen die Berichte aus China nicht bestätigen.

In der Nacht zum Mittwoch waren bereits drei Journalisten von Bewaffneten in ihrer Unterkunft in den Magaliesbergen, unweit des WM-Austragungsorts Rustenburg, überfallen und beraubt worden. Bei den Opfern handelte es sich um einen Spanier und zwei Portugiesen. Die unbekannten Täter entkamen nach Polizeiangaben mit den Laptops und der Fotoausrüstung der Journalisten, ihren Pässen, ihrer Kleidung sowie anderen Gegenständen.

han/dpa/sid



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