Susan Sarandon Oscarpreisträgerin kämpft für Todeskandidat

Erst im Film, jetzt im realen Leben: US-Schauspielerin Susan Sarandon setzt sich gegen die Todesstrafe ein. Die 68-Jährige will die Hinrichtung eines Mannes in Oklahoma verhindern. Ziel ihres Protests ist die "furchtbare" Gouverneurin.
Susan Sarandon: "Die Gouverneurin von Oklahoma ist einfach ein furchtbarer Mensch"

Susan Sarandon: "Die Gouverneurin von Oklahoma ist einfach ein furchtbarer Mensch"

Foto: Nina Prommer/ dpa

Susan Sarandon hat dazu aufgerufen, die Hinrichtung eines Häftlings im US-Bundesstaat Oklahoma zu verhindern. "Das Einzige, was ihm jetzt eine Überlebenschance gibt, ist die öffentliche Meinung - öffentliche Beschämung", sagte die Schauspielerin dem britischen Nachrichtensender "Sky News" über Richard Glossip.

Dieser soll am 16. September per Giftspritze getötet werden. Glossip wurde wegen des Todes eines Mannes im Jahr 1997 verurteilt. Er soll den Auftrag gegeben haben, den Mann zu Tode zu prügeln. Glossip bestreitet dies aber bis heute, es gibt Zweifel an seiner Schuld.

Sarandon spielte 1995 in dem Film "Dead Man Walking" die Ordensschwester Helen Prejean, die Häftlinge im Todestrakt betreut und sich gegen die Todesstrafe einsetzt. Nun ruft sie dazu auf, Oklahomas Gouverneurin Mary Fallin anzuschreiben und aufzufordern, die Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen.

Die Republikanerin Fallin schreite bisher nicht ein, obwohl Glossip offensichtlich unschuldig sei, sagte Oscarpreisträgerin Sarandon. "Die Gouverneurin von Oklahoma ist einfach ein furchtbarer Mensch."

Glossip stand bereits mehrfach kurz vor der Hinrichtung. Eigentlich sollte er bereits im November 2014 sterben, dann war die Exekution für Januar angesetzt. Der Supreme Court ließ Glossip bis zum Vorabend der geplanten Hinrichtung im Unklaren über seine Entscheidung zu einer Klage gegen die Verwendung des Stoffes Midazolam in der Giftspritze, ehe er einen weiteren Aufschub gewährte.

wit/dpa