Tod von Forscherin aus Dresden Polizei auf Kreta ermittelt offenbar wegen Mordverdachts

In einer Grotte auf Kreta ist die Leiche einer Wissenschaftlerin aus Dresden gefunden worden. Nun teilt ihr Arbeitgeber mit: Die Polizei auf der griechischen Insel geht dem Verdacht nach, dass sie ermordet wurde.


Nach dem Tod der Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton auf Kreta verdichten sich die Hinweise, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte: Nach Angaben von Eatons Forschungseinrichtung laufen Mordermittlungen auf der griechischen Insel.

"Auf Kreta hat die Polizei Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet und umfassende Maßnahmen ergriffen, um die verantwortliche(n) Person(en) zur Rechenschaft zu ziehen", heißt es in einer Mitteilung des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Eine offizielle Bestätigung der Behörden lag der Deutschen Presse-Agentur bis Mittwochabend nicht vor.

Weiter heißt es im Statement des Max-Planck-Instituts: "Wir können die Untersuchungen am besten unterstützen und ihren Erfolg gewährleisten, indem wir helfen, wichtige und akkurate Informationen zu finden und zu kommunizieren und irreführende oder spekulative Verwirrung zu vermeiden."

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin Suzanne Eaton war am Montagabend gefunden worden. Die Forscherin hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einem Ausflug aufgebrochen, von dem sie nicht wieder zurückkehrte.

Wanderer fanden die Leiche in einer kleinen Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund zehn Kilometer von Kolymbari entfernt. Die Grotte war während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht - die die Insel damals besetzt hatte - zu einer Art Depot für Munition und Waffen ausgebaut worden.

Eaton stammte aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie hatte im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) gearbeitet. Im Gründungsjahr des MPI-CBG kam sie nach Dresden. Ihr Mann ist an dem Institut einer der Direktoren. Mit ihrem Team erforschte Eaton an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden.

Das Max-Planck-Institut sprach der Familie Beileid aus. "Wir können diese schockierende und schreckliche Tragödie immer noch nicht begreifen."

aar/dpa

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