Afrikas jüngster Milliardär entführt Familie bietet Geld für Hinweise

Die Familie von Mohammed Dewji hat angekündigt, für Hinweise auf den Verbleib des Milliardärs zu bezahlen. Der 43-Jährige war auf dem Weg zum Fitnessstudio entführt worden.

MOHAMMED DEWIJI PRESS OFFICE HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Angehörigen von Mohammed Dewji haben bekannt gegeben, eine hohe Summe für Hinweise zu zahlen, die zu dem entführten Unternehmer führen. Laut "Guardian" bot die Familie eine Milliarde Tansania-Schilling, das entspricht umgerechnet knapp 378.000 Euro.

Der reichste Mann Tansanias war den Behörden zufolge vergangenen Donnerstag in Daressalam entführt worden. Er befand sich vor einem Hotel, auf dem Weg zum Fitnessstudio. Dewji gilt als der reichste Mann Tansanias und als jüngster Milliardär Afrikas.

Der Polizei zufolge schossen die Angreifer in die Luft, bevor sie Dewji ins Auto drängten. Die Fahndung sei eingeleitet. Der Innenminister Tansanias sagte laut "Guardian", man habe inzwischen 20 Personen festgenommen. "Die Polizei wird nicht ruhen, bis die Übeltäter zur Rechenschaft gezogen worden sind."

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Reichster Mann Tansanias: Entführung vor dem Hotel

Man biete jedem, der Informationen zum Verbleib Dewjis habe, eine Milliarde Tansania-Schilling, sagte der Onkel des Entführten dem Bericht zufolge bei einer Pressekonferenz. Man werde die Angaben vertraulich behandeln.

Dewji wurde in Tansania geboren und studierte später an der Georgetown University in den USA. Von 2005 bis 2015 war er Mitglied des tansanischen Parlaments.

Der 43-Jährige ist Chef des von seinem Vater gegründeten MeTL-Konzerns, der in den Branchen Landwirtschaft, Versicherung, Logistik und Lebensmittel aktiv ist. Außerdem ist er Hauptanteilseigner des Fußballvereins Simba SC.

2013 war Dewji der erste Tansanier auf der "Forbes"-Titelseite. Zwei Jahre später erklärte ihn das Magazin zu Afrikas Persönlichkeit des Jahres. Mit einem geschätzten Vermögen von 1,5 Milliarden Dollar (1,29 Milliarden Euro) steht er laut "Forbes" auf Platz 17 der Liste der afrikanischen Milliardäre.

jpz

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